KMU-Zukunfts-Hub Ch@nge Ruhr

Das Team von Change Ruhr will mit dem Zukunfts-HUB für KMU die arbeitsorientierte Gestaltung des digitalen Wandels im Ruhrgebiet voranbringen. Screenshot: IAT

„Ch@nge Ruhr" will der Zukunfts-HUB für KMU (kleine und mittlere Unternehmen) zur arbeitsorientierten Gestaltung des digitalen Wandels im Ruhrgebiet sein. Zum Projektauftakt trafen sich über 50 interessierte Teilnehmende online.

(CB) Den digitalen Wandel in kleinen und mittleren Betrieben mit konkreten Angeboten zu unterstützen und im Sinne der Beschäftigten arbeitsorientiert zu gestalten, ist das erklärte Ziel des Projektes „Ch@nge Ruhr“. Und dieses trifft auf eine hohe Resonanz: Zum virtuellen Projektauftakt Ende April trafen sich 55 Teilnehmende aus Wissenschaft und Praxis, Gewerkschaften und Interessenverbänden, um über Perspektiven, Hemmnisse und Unterstützungsbedarfe gerade in der aktuellen Situation zu sprechen.

NRW-Arbeits- und Sozialminister Karl-Josef Laumann betonte in einer Videobotschaft die besondere Bedeutung des Projektes für die Ruhr-Region und die „sozialpartnerschaftliche Gemeinschaftsaufgabe“, den digitalen Wandel gemeinsam mit den Beschäftigten betrieblich zu gestalten. Dafür will „Ch@nge Ruhr“ einen Zukunfts-Hub (Netzknoten) als virtuellen Orientierungs- und Knotenpunkt für KMU aufbauen, um betriebliche Digitalisierungsprozesse bedarfsorientiert zu unterstützen und Inspirationen für die arbeitsorientierte Gestaltung zu vermitteln. Hier geht es auch darum, so Stefan Kulozik vom Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales, mit möglicher Skepsis und Unsicherheiten der Betriebe umzugehen. Aus diesem Grund „gilt es auch den Blick dahin zu richten, wo es in Unternehmen bereits jetzt gelingt, Digitalisierung erfolgreich zu gestalten!“, so Michaela Evans, Koordinatorin des Projekts am Hochschul-Institut „Arbeit und Technik“ in Gelsenkirchen (IAT).  

Inspirationsangebote und Lernreisen

Der Zukunfts-Hub soll den KMU in der Region gebündelte Informationen und Zugänge zu existierenden Beratungs-, Förder- und Unterstützungsstrukturen der Ruhr-Region bieten und Inspirationsangebote über erfolgreiche betriebliche Beispiele (Good Practice) eröffnen. Es wird letztlich angestrebt, die Möglichkeit zum überbetrieblichen Austausch und Wissenstransfer durch Lernreisen sowie Work-Labs und anderes in der Lern- und Forschungsfabrik der Ruhr-Universität (RUB) zu initiieren.

Denise Becka (IAT) und Marvin Schäfer (RUB) stellten die Ziele und Angebote von „Ch@nge Ruhr“ auf der Auftaktveranstaltung vor: Im Zentrum stehen die Module „Pr@xisprojekte“, „Ch@nge Beratung“, „Ch@nge Wissen“ und „Ch@nge Erfolg“. In einer Dialogrunde mit Vertretern aus Betrieben, Interessenverbänden und Beratungsinstitutionen wurden Erfahrungen mit betrieblichen Digitalisierungsprojekten aus den Branchen Industrie, Logistik und Gesundheit vorgestellt. Beteiligungsorientierung und überbetrieblicher Erfahrungsaustausch wurden als wichtige, aber keineswegs in allen Fällen realisierte Instrumente eines erfolgreichen digitalen Wandels diskutiert.

 

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Ch@nge Ruhr

„Ch@nge Ruhr“ ist ein Projekt der Ruhrkonferenz und wird durchgeführt vom Institut Arbeit und Technik (IAT) der Westfälischen Hochschule (koordinierender Partner), dem Institut Arbeit und Qualifikation (IAQ) der Universität Duisburg-Essen, der Sozialforschungsstelle Dortmund (sfs), der TU Dortmund sowie der gemeinsamen Arbeitsstelle Ruhr-Universität Bochum/IG Metall und dem Lehrstuhl für Produktionssysteme (LPS) der Ruhr-Universität Bochum. Gefördert wird „Ch@nge Ruhr“ vom Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen (MAGS). Mit der Auftaktveranstaltung startete das auf zwei Jahre angelegte Projekt nach der Aktivierungsphase in die Entwicklung und Umsetzung der konkreten Angebote des Zukunfts-Hubs.