Andersmacher fördern Gründungskultur

Cornelia Delbos (l.) vom „ruhrvalley Start-up-Campus“ und Pia Grandt von „#BeyondLimits“. Fotos: priv.

Die Initiative „ANDERSMACHER“ wurde im Wintersemester 2020/21 durch die zwei Förderprojekte „ruhrvalley Start-up-Campus“ und „#BeyondLimits“ ins Leben gerufen. Ersteres ist ein Verbundprojekt der Westfälischen Hochschule, der Hochschule Bochum und der Fachhochschule Dortmund.

Von nun an unter dem Motto „Deine Initiative. Unser Antrieb.“ wird die Gründungskultur an der Westfälischen Hochschule gefördert. Die Initiative richtet sie sich an Studierende, Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, Professoren und Professorinnen und Absolventen und Absolventinnen, die bereits Gründungsideen haben oder diese entwickeln möchten. Sie werden ermutigt und befähigt, Verwertungspotenziale ihrer Studieninhalte und Forschung zu erkennen und weiterzuentwickeln.

Egal, ob es am Budget, der Ausrüstung, innovativen Ideen oder dem unternehmerischen Know-how hapert, die Andersmacher unterstützen in allen Prozessphasen und vermitteln bedarfsorientiert an ein externes Netzwerk aus Start-ups, Mentoren und Mentorinnen und Experten und Expertinnen aus der Wirtschaft. Beraten werden die zukünftigen Gründer/-innen über alle drei Standorte hinweg von den Gründungscoaches Simon Böing-Messing,  Johannes Lammers und Massi Naqshbandi, die Start-up-Erfahrungen aus den Bereichen nachhaltige Mobilität, E-Commerce, App-Entwicklung und Social Entrepreneurship mitbringen. Außerdem werden zahlreiche Workshops, Fachvorträge sowie ein monatlich stattfindender Gründungsstammtisch angeboten, um die Innovatoren und Innovatorinnen von heute und morgen zum Unternehmertum zu befähigen.

Unterstützt werden die Andersmacher von den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen der drei Makerspaces in Bocholt, Recklinghausen und Gelsenkirchen (Halle1). Die Kreativlabore bieten Raum zum Experimentieren sowie Material und Know-how zur Erstellung von Prototypen. Mit einer innovativen Idee können die Gründer/-innen außerdem ein Accelarator-Programm durchlaufen. Dabei wird ihnen die Möglichkeit geboten, einen Prototypen zu entwickeln, Forschungsgelder zu erhalten und parallel regelmäßig beraten zu werden. Finanziell können jährlich bis zu zehn potenzielle Start-up-Teams unterstützt werden. Die aktuell laufenden Start-ups liegen beispielsweise im Bereich der Kosmetik, Digitalisierung, E-Mobilität, Ökologie und Pneumatik.

Maike Köster studiert den Bachelorstudiengang „Chemie“ am Standort in Recklinghausen der Westfälischen Hochschule und ist eine der Gründerinnen, die vom Acceleratorprogramm der Andersmacher gefördert wird. Sie entwickelt derzeit einen Prototypen im Bereich der nachhaltigen Kosmetik.

Das Starter-Center NRW Emscher-Lippe machte Maike auf die Andersmacher aufmerksam. Sie ist für diese Empfehlung sehr dankbar, denn jetzt hat sie eine Anschubfinanzierung und die Andersmacher, die ihr mit Rat und Tat zur Seite stehen. Sie betont, dass die Kommunikation mit den Andersmachern auf Augenhöhe ist und rät jedem/jeder potenziell Gründungsinteressierten, so schnell wie möglich damit anzufangen.
Auch diejenigen, die noch keine Idee haben, kommen nicht zu kurz. Denn die Andersmacher bieten auch regelmäßig Workshops und Seminare zur Ideenfindung. So fand im Dezember der erste Ideenworkshop statt – eine  ideale Vorbereitung für den im Januar stattfindenden hochschulübergreifenden Ideenwettbewerb. Auch für den Fall, dass noch Gründungspartner oder -partnerinnen gesucht werden, ist gesorgt: Das Veranstaltungsangebot bietet zahlreiche Möglichkeiten zum Austausch und zum interdisziplinären Teambuilding. Informationen zu der Initiative und den Veranstaltungen sind unter www.andersmacher.w-hs.de zu finden. (Alexandra Bünck)

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