Nachrichten aus der Westfälischen Hochschule

Ruhrgebiet als Talentschmiede

In der Essener Lichtburg wurden Mitte November zum dritten Mal neue Stipendiatinnen und Stipendiaten in das Schülerstipendienprogramm Ruhr-Talente aufgenommen. Foto: Dominik Asbach

In der Essener Lichtburg wurden Mitte November zum dritten Mal neue Stipendiatinnen und Stipendiaten in das Schülerstipendienprogramm Ruhr-Talente aufgenommen. Damit werden bereits über 160 besonders engagierte Jugendliche aller Schulformen aus der Metropole Ruhr gefördert. Das umfangreiche Bildungsprogramm mit Fachseminaren, Sprachreisen, Workshops zur Berufs- und Studienorientierung und persönlicher Beratung bietet Schülerinnen und Schülern eine intensive Förderung auf dem Weg in die Berufsausbildung oder das Studium. Nur zwei Jahre nach dem Start hat sich „RuhrTalente“ zum größten Schülerstipendienprogramm in der Region entwickelt. Rund tausend Gäste versammelten sich zu dem feierlichen Anlass.

Die Gäste, darunter Eltern und Freunde der Stipendiatinnen und Stidpendiaten, Schulleitungen, Lehrerinnen und Lehrer, Stiftungen, Unternehmensvertreter und Vertreter aus Politik und Gesellschaft, kamen in der Essener Lichtburg zusammen, um der feierlichen Aufnahme der Jugendlichen in das Schülerstipendienprogramm „RuhrTalente“ beizuwohnen. Highlight des Abends war die Übergabe der Stipendiatenurkunden durch die Ministerin für Schule und Bildung des Landes NRW, Yvonne Gebauer, und Bärbel Bergerhoff-Wodopia, Mitglied des Vorstandes der RAG-Stiftung und Bildungsbeauftragte des Initiativkreises Ruhr sowie Professor Dr. Bernd Kriegesmann, Präsident der Westfälischen Hochschule.
Schulministerin Yvonne Gebauer hatte bereits im letzten Jahr die Schirmherrschaft für das Schülerstipendienprogramm übernommen. „Die Landesregierung und die Initiatoren der Ruhr-Talente haben ein gemeinsames Ziel: Wir wollen dafür sorgen, dass in unseren Schulen so viele Talente wie möglich entdeckt und gefördert werden. Der neue Schulversuch Talentschulen, der im nächsten Schuljahr startet, und das Stipendienprogramm ergänzen sich: Schülerinnen und Schüler sollen gezielt dabei unterstützt werden, ihre Schullaufbahn erfolgreich zu durchlaufen und reibungslos ins Berufsleben zu starten“, so Gebauer.

Die Hauptdarstellerinnen und -darsteller des Abends bewiesen während der Veranstaltung, dass die Förderung bereits Früchte trägt. So moderierten die beiden Ruhr-Talente-Alumni Miles Wetekam und Katharina Ludwig souverän den Abend an und begrüßten gemeinsam mit der Moderatorin die Schulministerin. Stipendiat Berat Arifi wurde live aus dem Kosovo zugeschaltet, wo er an einer deutschen Schule ein freiwilliges soziales Jahr absolviert und die Grußbotschaft von Ruhr-Talent Berfin Balta aus Argentinien stimmte die frisch gebackenen Stipendiatinnen und Stipendiaten schon einmal auf die ihnen bevorstehende spannende und lehrreiche Zeit im Schülerstipendium Ruhr-Talente ein.

In welche Richtung sich das Schülerstipendienprogramm im Laufe des kommenden Jahres bewegen könnte, machte Professor Dr. Bernd Kriegesmann deutlich: „Dieses Programm wird mit Herzblut vorangetrieben und in kurzer Zeit ist Grandioses gelungen. Wir wollen noch mehr Jugendliche als bisher unterstützen und peilen gemeinsam mit der RAG-Stiftung 250 Stipendiatinnen und Stipendiaten für das kommende Jahr an.“ Damit wäre Ruhr-Talente das größte Schülerstipendienprogramm in Nordrhein-Westfalen.“

Möglich macht das die Förderung der RAG-Stiftung, die als Ankerstiftung bis 2020 rund zwei Millionen Euro in das Schülerstipendienprogramm investiert. „Jeder einzelne Stipendiat, jede Stipendiatin kann stolz auf sich sein“, lobte Bärbel Bergerhoff-Wodopia die jungen Ruhr-Talente und fügte hinzu: „Bei Ihnen weiß ich, dass unsere Fördergelder mehr als gut angelegt sind. Denn wir bekommen weit mehr von Ihnen zurück, als wir geben. Sie gestalten die Zukunft unserer Region. Deshalb unterstützen wir die Ruhr-Talente mit großer Überzeugung.“

Bergerhoff-Wodopia dankte ausdrücklich allen Stiftungen, Unternehmen und engagierten Privatpersonen, die Ruhr-Talente bereits mit Spenden unterstützen und machte deutlich, dass weitere Förderer und Unterstützer jederzeit herzlich willkommen sind.
Insgesamt zeigte der Abend einmal mehr, welches Talente-Potenzial das Ruhrgebiet zu bieten hat und dass es sich lohnt, in Bildung zu investieren.
(Robin Gibas