Volksbank Ruhr Mitte stellt für Studierende der Westfälischen Hochschule Nothilfen und Stipendien bereit

Die Volksbank Ruhr Mitte unterstützt mit einem Notfonds an der Westfälischen Hochschule von der Corona-Pandemie finanziell betroffene Studierende. Außerdem fördert sie Studierende über das Deutschlandstipendium. Mitte: Volksbank-Vorstand Dr. Peter Bottermann, links: Kirsten Brenner von der Westfälischen Hochschule, die Mittel aus dem Notfallfonds vermittelt, rechts: Sonja Buß, Hochschulbeauftragte für das Deutschlandstipendium. Foto: Volksbank Ruhr Mitte/Melanie Gmerek

Die Volksbank Ruhr Mitte verstärkt angesichts der Folgen der Corona-Pandemie ihr Engagement für Studierende der Westfälischen Hochschule: Sie stockt die Zahl der Deutschlandstipendien auf und stellt Mittel für einen Nothilfefonds bereit. Trotzdem gibt es auch darüber hinaus weiteren Finanzbedarf für die Förderung der Studierenden, sodass weitere Spender sehr willkommen sind.

Bedingt durch die Pandemie stehen für Studierende deutlich weniger Minijobs und Stellen für Werkstudierende zur Verfügung. Es werden nur wenige Jobs angeboten, Initiativbewerbungen laufen oft ins Leere. Insbesondere im Bereich der Gastronomie sind fast alle Verdienstmöglichkeiten weggefallen. Zudem verlängert sich durch die Einschränkungen und die veränderten Studienbedingungen in Einzelfällen die Studiendauer, weil beispielsweise Praktika nicht angetreten werden können. „Nicht alle Eltern können ihren Kindern die kompletten Kosten eines Studiums finanzieren. Viele Studierende sind auf die zusätzlichen Jobs angewiesen, um ihren Lebensunterhalt zu sichern oder die Kosten des Studiums zu bestreiten. Die Auflagen für die staatlichen Corona-Hilfen sind hoch, finanzielle Engpässe sind an der Tagesordnung“, so Kirsten Brenner von der zentralen Studienberatung der Westfälischen Hochschule. Auch wenn das Studieren und Wohnen am Hochschulstandort Gelsenkirchen vergleichsweise sehr günstig ist, kommt es daher immer wieder zu finanziellen Engpässen.

Ab sofort können daher besonders betroffene Studierende bei der Studienberatung ein Einmalstipendium in Höhe von 300 Euro beantragen, um etwa anstehende Mietzahlungen oder Lebenshaltungskosten abzudecken. Zunächst steht ein Etat von 3.000 Euro für zehn Einmalstipendien zur Verfügung. Das Budget kann bei Bedarf durch die Volksbank Ruhr Mitte aufgestockt werden. Zur Beantragung muss die finanzielle Notlage erklärt und durch eine Vorlage geeigneter Kontoauszüge nachgewiesen werden. Es werden nur Studierende der Westfälischen Hochschule gefördert, die ihr Studium auch weiter fortsetzen und abschließen wollen.

Die Pandemie wirkt sich außerdem auf die Vergabe der Deutschlandstipendien aus. Es ist nicht abzusehen, ob in diesem Jahr genügend Fördermittel eingeworben werden können, um alle Deutschlandstipendiaten und -stipendiatinnen im bisherigen Umfang weiter zu fördern. Förderer sind sowohl regionale Wirtschaftsunternehmen als auch Privatpersonen und Gruppen, von denen nicht wenige selbst wegen der Pandemie von Umsatz- beziehungsweise Einkommensrückgängen betroffen sind. Im Jahr 2020 wurden 109 Studierende gefördert. „Wir hoffen, dass wir im Jahr 2021 einige Förderer dazugewinnen können oder bisherige Unterstützer ihr Engagement aufstocken“ erläutert Sonja Buß, die sich verantwortlich um das Deutschlandstipendium kümmert. „Durch die coronabedingt verlängerte Studiendauer erhöht sich unser Finanzbedarf für das Förderprogramm, da die Stipendiaten und -stipendiatinnen nach Möglichkeit bis zum erfolgreichen Abschluss ihres Studiums gefördert werden sollen.“

Die Volksbank Ruhr Mitte hat diese Entwicklung zum Anlass genommen, ihr Engagement weiter auszubauen und von zwei auf vier Deutschlandstipendien aufzustocken. Hierbei hofft die Bank auf Nachahmer. „Wir sind seit vielen Jahren beim Deutschlandstipendium dabei“, so Dr. Peter Bottermann vom Vorstand der Volksbank Ruhr Mitte. „Durch den Austausch mit unseren Stipendiaten und Stipendiatinnen wissen wir, wie wichtig die finanzielle Unterstützung ist, um den Kopf für das Studium frei zu haben. Jetzt ist die richtige Zeit, das Engagement zu verstärken.“

Auch Prof. Dr. Bernd Kriegesmann, Präsident der Westfälischen Hochschule, unterstreicht den Bedarf in der aktuellen Situation. „Wir beobachten, dass viele Studierende finanziell nicht mehr in der Lage sind, dem Studienbetrieb so zu folgen, wie das eigentlich erforderlich wäre. Wie auch in vielen anderen gesellschaftlichen Bereichen werden wir erst in den nächsten Jahren die Auswirkungen der Pandemie in Gänze erkennen. Insofern sind unmittelbare Maßnahmen im Hier und Jetzt extrem hilfreich. Die Volksbank hat mit ihrer Spende einen wichtigen Beitrag zur Bewältigung echter finanzieller Nöte von Studierenden im Kontext der Corona-Pandemie geleistet.“ Bernd Kriegesmann hofft auf weitere Förderer und bedankt sich an dieser Stelle auch noch einmal ausdrücklich bei allen, die seit Jahren verlässlich das Deutschlandstipendium und die Aktivitäten der Westfälischen Hochschule unterstützen.

Wer die Studierenden mit Beihilfen beim Deutschlandstipendium unterstützen will, kann sich an die Hochschule wenden. (VRM/WH)

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